Gabriella Goldberg:  BROKEN DREAMS

                                                                     Ich empfehle das aktuelle Buch der Neu-Autorin.

                                                                                 264 Seiten, Paperback, 13,95 €

TEXTPROBE

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PROLOG

 

Liebe ehrlich, lächle echt, sei friedlich und gut gesinnt.

Lass Dich weitertragen auf der Welle des Lebens und treibe irgendwann ruhig im fließenden Strom Deiner Mitte.

So scheint für dich, egal wo Du bist, immer die Sonne. Denn sie strahlt aus Deiner Mitte heraus.

Reden ist Silber, nicht schweigen, sondern Schreiben ist mein Gold.

Und wer die Wahrheit nicht verträgt, der sollte dieses Buch lieber nicht lesen.

 

 

 

Gabriella Goldberg

 

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KAPITEL

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                                                                       Mallorca-die (Alb)-Traum Insel

                                                                   Auszug aus Ella´s Gedankentagebuch:

 

Zum Urlauben ist Mallorca ein Traum. 

An 300 Tagen scheint die Sonne.  Die 7 Regionen der Hauptinsel der Balearen laden ein, um für jeden Anspruch ein außergewöhnliches Erlebnis zu bringen. Zum Leben und Arbeiten, eher der reinste Albtraum, weil du jeden Tag die nervigen Urlauber und peinlichen Auswanderer um dich rum hast, die einen in Deutschland schon auf die Nerven gehen.  

Was zieht die Menschen auf diese Insel? Die Sonne, das Meer? Diese scheinbar gute Stimmung auf der Insel?

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Das sind in erster Linie die Gründe, warum jemand nach Mallorca kommt. Aber eines sei dir gesagt, solltest du der Meinung sein, dass du hier weniger arbeiten musst, und das hier alles so bequem wie in Deutschland geregelt ist, dann gute Nacht, Marie, träum weiter. Wohlgemerkt, Mallorca ist wunderschön.

Jeder, der das erste Mal die Insel betritt, wird eingenommen von der Schönheit dieser Insel, sattes Grün, türkisblaues Meer, die Sonne scheint fast jeden Tag und überall duftet es nach gebratenem Knoblauch und schon hat er dich eingenommen, der mediterrane Flair.

Als deutscher Urlauber fühlst du dich wie im Paradies angekommen. Deine Bildzeitung kriegst du an jeder Ecke gekauft, sämtliche Speisekarten und Gerichte werden dir auf Deutsch präsentiert und bei deinem gebuchten (meist All- Inklusiv) Urlaub willst du natürlich auch was bekommen für dein Geld, also gibst du dir nach deiner 8 Stunden Strandschicht Abends natürlich auch die Kante, damit dein Niveaupegel soweit sinkt, um die Sau raus- zulassen, die du niemals in Deutschland rauslassen würdest, denn da kennt dich ja jeder und was würden die anderen dann über dich denken, wenn du an warmen Sommertagen in deinem Dorf oder deiner Stadt mit weißen Socken, Sandalen und Urlaubs T- Shirt oder gar oben ohne rumlaufen würdest. Auf Mallorca darfst du

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das, so haben es die Deutschen jedenfalls beschlossen. Jeder gebuchte Mallorca Urlaub beinhaltet anscheinend den Darfschein des Sau rauslassens.

Dass die Mallorquiner uns nicht sonderlich möglich mögen, ist eigentlich logisch, wir benehmen uns daneben, sind unfreundlich, haben keinerlei Interesse an der Kultur und wenn kein Deutsch verstanden wird, dann wird auch noch rum gemeckert und schließlich nehmen wir ihnen auch noch Jahr für Jahr die Arbeitsplätze weg.

Wer als Deutscher dort Urlaub macht, der passt sich nicht an, im Gegenteil, der Urlauber erwartet dort, dass die Insel sich anpasst, schließlich hat er ja All Inklusiv gebucht.  Das einzige, was wirklich Willkommen ist, bei den Mallorquinern ist das deutsche Urlaubsportemonnaie. Wenn du in ein Restaurant oder in eine Bar gehst und deine "La Quenta" (Rechnung) schön hochpreisig ist, dann wirst du natürlich freundlichst begrüßt, jedes Mal wenn du dort wieder vorbeiläufst.                   Dann fühlt sich der Urlauber ganz besonders wichtig. Aber wichtig kommt immer noch von Wicht (nicht wahr, liebe Frau Krause? - grins)

Ich habe mich schon so oft fremdgeschämt auf der Insel, wenn eine Frauke und ein Manfred neben uns am Restaurant Tisch saßen und sich beschwerten, dass Essen

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sei viel zu scharf für Deutsche oder wenn sie im Mercadona (spanischer Supermarkt) die spanischen Verkäuferinnen ohne Hola oder Guten Tag fragen, wo sie denn hier den Fleischsalat finden würden.

Diese Arroganz geht mir einfach tierisch auf die Nerven.

Wenn ein Deutscher beschließt nach Mallorca auszuwandern, so tut er dies oft mit der gleichen Arroganz und ist dann wieder schneller weg von der Insel als ihm lieb ist. Tickst du nicht mit der Insel, so tickst du oder dein Umfeld irgendwann aus. Gewöhnst du dich nicht an das Leben im Mallorca Style, so drohst du unterzugehen.                                                       Aber wenn du es einmal hier geschafft hast, dann hast du es wirklich geschafft und willst hier nie wieder weg.

Es ist gerade das Extreme der Insel, was dich reizt, nie wieder von der Insel wegzuwollen.

Es ist, als zieht dich die Insel in ihren chaotisch-zauberhaften-Bann und niemand kann dir das so wirklich erklären, nur jemand der dies hier alles durch- und mit-lebt.

Es gibt unzählige Erlebnisse und unglaubliche (manchmal auch unglaubwürdige) Geschichten, von Auswanderern, die du dir überhaupt nicht vorstellen kannst.

Ich habe hier alle Extreme erlebt, war am Rande der

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Armutsgrenze, hatte dann wieder die Taschen voller Geld, wachte in Millionärsvillen auf oder in billigen Hotelzimmern, bekam Morddrohungen, oder die herzlichsten Umarmungen, und auch ich flog schon von der Insel, jedoch hat mein Herz Mallorca niemals verlassen und ich bin unglaublich Dankbar für jeden Tag, den ich hier leben und erleben darf.

In Paguera scheinen sich besonders viele deutsche Auswanderer wohlzufühlen, es ist das Paguera Pack,welches hier lebt, am Boulevard of broken dreams und ich lebe genau mittendrin.

Wie man im Norden gerne sagt:  Eine Hand wäscht den anderen Fuß.

Ich begab mich eines Tages aus dem eisigen Norden in wärmere Gefilden, um mich, meine Seele und mein Herz zu erwärmen. Manchmal loderte es wie ein Feuer, manchmal brannte es lichterloh und so mancher löste einen Kälteschock in mir aus. 

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Gedicht für die Mallorca Freunde :

Da wo einst Liebe und Freundschaft ich fand, sehe ich nur noch einen Haufen Sand.

Das Trugbild hat sich aufgelöst, dein wahres Ich hat sich entblößt.

Dort wo ich einst eine Zukunft sah, diese Bilder sind nicht mehr da.

Der Ursprung der Wahrheit liegt im Kern, denn bist du dir selber fern, gibst du niemanden eine Chance dich wirklich kennenzulernen.

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KAPITEL

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Lisa & Hose     Sommer 2014

                                                      

Als Ella bei Lisa einzog hatten sie sich nur einmal zuvor gesehen.

Ella machte gerade Urlaub am Boulevard von Paguera und während dieses Urlaubs damals, bekam sie das Gefühl, hier hinzugehören. Sie lernte eine Menge (scheinbar) gut gelaunte und nette Leute kennen, alle schienen so fröhlich und offen zu sein. Mitten auf der Straße sprach man die rothaarige Ella an:  „ Hey, suchst du hier ´nen Job?“                                          Sie war damals völlig euphorisch und es passte auch zu ihrer damaligen Lebenssituation. 

Scheiß´ drauf, Malle gibt´s nur einmal im Jahr, wenn nicht jetzt wann dann?                                                            

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Ella war mitten in ihrem Scheidungsjahr, ihr Job in Deutschland war sowieso scheiße und sie wollte endlich den Kampf ihrer monatelangen Tiefendepression beenden. Sie spürte an diesem Ort eine gewaltige Energie, die sich wie pure Liebe anfühlte und sie konnte dort endlich frei durchatmen und keine Spur mehr von Angst und Panikattacken.

Ella´s Gedankentagebuch:

Ich fühlte mich so frei, unabhängig und glücklich wie nie zuvor, als ich am 14.07.2014 dort ankam.

So zog ich nun bei Lisa ein, sie begrüßte mich freundlich. Etwas stressige Energie lag in der Luft und sie fragte, ob es mich stören würde, dass ihre Tochter bei uns einige Wochen wohnen würde.

Sie stand 3 Tage vor meiner Ankunft überraschend vor ihrer Tür.  

Mir machte es nichts aus, ich war freundlich gesinnt und ich hatte sowieso keine Ahnung was mich dort erwarten würde und ich hatte eh keinerlei Erwartungen.

Erwarte nichts, dann wirst du auch nicht enttäuscht und traue nur dir selbst! 

So war meine innere Haltung, denn ich wollte mich endlich mal von meiner inneren Zufriedenheit auf den Wellen des Lebens treiben lassen.

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Lisa und ich entwickelten eine schnelle, positive Basis an tiefer Freundschaft.

Wir hatten viele gleiche Themen, tickten gut miteinander und wir verbrachten fast jeden Abend in ihrem kleinen Pizza-Imbiss. Das einzige, was mich an Lisa störte, war ihr Ex-Freund. Er war wie eine ausgeleierte Hose, die nicht mehr passte, deshalb hatte sie ja auch vor einigen Wochen mit ihm Schluss gemacht.

Er kam zwischendurch vorbei und brachte den gemeinsamen Hund, Winehouse vorbei.

Ein völlig verstörtes und verängstigtes Tier war das.

Es war wie ein Scheidungskind, bloß in Hundegestalt und wurde wöchentlich zwischen den Beiden hin und her geschubst.  Auch die Pizzeria war ein Trennungsopfer, das sich die Beiden immer noch teilten.

An meinem Ankunftstag kam Hose mit Winehouse vorbei.

Er brachte negative Energie mit, die er hinter seinem oberflächlichen Grinsen versteckte.                                                    Ich hatte ihn schon einmal gesehen, dachte ich und es fiel mir wie Schuppen von den Haaren! (ich erinnerte mich…)

Er stand vor 3 Wochen in der Pizzeria.  

Ich wollte dort meine Telefonnummer hinterlassen wegen dem freien WG Zimmer bei Lisa.                                            Plötzlich stand er neben mir, ich spürte sofort ein

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Unwohlsein in mir. Er pflaumte mich von der Seite an, was ich in seiner Pizzeria zu suchen hätte. Erinnerte mich an die böse Stiefmutter in Hänsel & Gretel: „Schieb sie in den Ofen rein“, dachte ich und lachte mich innerlich kaputt. Da trafen wir uns also wieder, die „ Hexe“ und Ich an meinem ersten Inseltag.

Seine Energie gefiel mir überhaupt nicht, es war als ballerte er seine Misthaufen, die er zu Hauf in sich trug, nach und nach immer heftiger auf dich und noch nie hatte ich so viel Angst vor einem Menschen und um mein Leben, wie dank dieser Hose!!!

 

Lisa und ich bekamen es zu spüren, all seinen Frust, seine gescheiterte Liebe und sein unglückliches Dasein. Einmal spuckte er Lisa ins Gesicht, bei einem ihrer zahlreichen missratenen Treffen. 

Am Strand spürte er uns auf und quetschte ihr den Oberschenkel bis er alle Farben hatte und schrie die Leute um uns rum an, die sich verständlicherweise erbost einmischten. 

Eines Abends, als Lisa und ich in der Pizzeria saßen, beschimpfte er mich als Kakerlake und ich solle mich von der Insel verpissen, sin palabras (ohne Worte).  

Aus allen Wolken fiel ich allerdings, als Lisa mir kund tat, sie hätte es nochmal mit ihm versuchen wollen (da hatte ich gerade Inselpause), glücklicherweise hat sie die ausgeleierte Hose dann doch noch entsorgt.

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